Parcour

2008

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Primarschule Eschen, LI
Der Neubau der Primarschule Eschen bietet ein reiches räumliches Angebot für künstlerische Interventionen. Die auf steilem Gelände unter einem Pultdach zusammengefassten Gebäudeteile laden zu immer neuen Bewegungsabläufen und Blickbeziehungen ein.
 
Das Schulareal wird mit einer fünfteiligen Arbeit bespielt, die auf überraschende und poetische Weise mit dem komplexen Bau und seine vorwiegend jungen Nutzern in Dialog tritt. Die fünf im Außenraum der Schule platzierten Skulpturen bilden einen visuell erlebbaren Parcour, der auf die poetische Aktivierung unterschiedlicher Orte abzielt. Die einzelnen Etappen dieses Parcours sind lose durch formale oder erzählerische Aspekte verbunden und befinden sich am Eingangsbereich (Specht, Lineal), am talseitigen Holzsteg (Schneemann), auf dem Dach des Pausenhofs (Uhr) am Rasenweg in der Nähe der Holzwerkstatt (Laterne).
 
Regionale und ortsspezifische Besonderheiten (Topographie und Klima) aber auch die spezielle architektonische Gesamtsituation und gebäudespezifische Details ( Ziegelfassade und dominantes Pultdach) waren Ausgangspunkt unserer Überlegungen. Im Fokus stand darüber hinaus immer die Zielgruppe der Schüler. Sämtlichen Arbeiten liegen alltägliche Sujets und Motive zugrunde, Dinge, die jedem bekannt sind, aber durch Verfremdung oder Verschiebung von Parametern eine ungewöhnliche Qualität erlangen und so eingefahrene Betrachtungsweisen hinterfragen. Die einzelnen Arbeiten sind in einem Netz unterschiedlicher Bezüge verbunden und können als Bausteine einer nicht festgelegten Geschichte gelesen werden. Insgesamt ist ein humorvoller, leicht surrealer Parcour entstanden, der die Phantasie der Kinder anregen dürfte und zu immer neuer Betrachtung und Reflektion herausfordern soll.