Trojaner

2008

Fakultät für Angewandte Informatik, Universität Augsburg
Eine große Skulptur wird zentral im unteren Hof des Neubaus platziert. Die Skulptur erscheint im Umriss wie ein riesiges, abstrahiertes Spielzeugpferd auf Rädern. Durch die horizontalen Schnitte in der Frontalansicht ergibt sich wiederum das Bild des "Bartes" eines Sicherheitsschlüssels. Die Rythmisierung dieser Versprünge spiegelt exakt die Gliederung der dahinterliegenden Gebäudefassade. Trojaner stellt einen Begriff aus dem Alltag der Computerbenutzer dar, wobei sich ein (getarnter) Virus getarnt in einer anderen vermeintlich harmlosen Information, versteckt.
 
Die Skulptur funktioniert auf mehreren Ebenen und verschränkt diese: einerseits bezieht sie sich konkret und formal auf ihr sichtbares Umfeld, die spezifische räumlich-architektonische Situation. Andererseits verweist sie auf das Innere des Gebäudes, den Inhalt, die Lehre. Sie etabliert ein Wechselspiel zwischen Innen und Außen, Form und Inhalt. Durch ihre wörtliche Bedeutung (Trojaner) ergibt sich ein codierter Bezug zum Inhalt der Lehre.
 
Fotos:
©inges idee